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Mit Bildern Gutes bewirken – wenn Kunst über sich hinauswächst

(Ein Gastbeitrag von Enikö Agnes Müringer)

Christians Wunsch war es immer, dass er über seine Bilder Harmonie, Schönheit und das gewisse Gefühl von Glück in die Welt hinausträgt.

Wenn er fotografiert, erfüllt ihn dies nicht nur mit Glück und Zufriedenheit, für einen Augenblick vergisst er um sich herum alles. Er taucht komplett in die Welt der Fotographie ein. In so einem Moment passiert etwas Wundervolles, wie eine Art Zauber. Die Grenze zwischen den Kamera, Christian und dem, was er fotografiert verschwindet. Diese Momente habe ich schon sehr oft mit ihm erlebt.

In so einem Moment ist alles EINS: die Natur, die Kamera (Technik) und der Mensch. Es passiert etwas, was wir nur fühlen können: in Einheit sein mit Allem. Kennen auch Sie dieses Gefühl?

Christian fotografiert die Berchtesgadener Alpen oberhalb vom Königsee

Christian fotografiert die Berchtesgadener Alpen oberhalb vom Königsee

Seit 15 Jahren begleite ich meinen Mann Christian auf seinem Weg zur Fotografie, auch als professioneller Natur- und Reisefotograf. Ich erinnere mich, dass er am Anfang noch verunsichert war und wenig Vertrauen in seine Fähigkeiten hatte. Er war skeptisch gegenüber sich selbst. „Schaffe ich es?“; „Kann ich mit meinen Bildern die Welt so zeigen, wie ich diese sehe?“; „Wie erreiche ich die Menschen?“; „Wer wird sich für meine Fotographie interessieren?“ –  vor Jahren waren dies Christians Gedanken.

Und heute: Christian ist ganz anders, selbstbewusst. Er hat große Pläne und Vertrauen in das was er kann und in der Welt, dass er geführt wird. Er wächst sozusagen mit der Fotografie immer weiter, als Mensch und als Künstler.

Christian mit seinem „Sehnsuchts-Kalender Schweden 2019“ (Harenberg Verlag) im Buchhandel

Christian mit dem Sehnsuchts-Kalender Schweden 2019 (Harenberg Verlag) im Buchhandel

Mit seinen Bildern, mit seiner Foto-Kunst,  kann er über sich hinauswachsen. Auch im doppelten Sinne: die Bilder, die Fotografie verändert nicht nur ihn, sondern bewirkt auch viel Gutes bei anderen Menschen.

Denn das, was wir in uns tragen, transformieren wir auch in unsere Welt hinaus. Dies ist einfach das Gesetz der Resonanz. Das was wir sind, wie wir uns fühlen, was wir denken und wie wir handeln – das erleben wir in unserem Umfeld und all das bahnt für uns auch zukünftige Wege.

Ein wunderbares Beispiel hierfür ist Christians Zusammenarbeit mit der Wicker Klinik aus Bad Homburg. Die Klinikleitung kam mit der Anfrage auf Christian zu, ob er spezifische Motive aus der Region hätte. Aus seinem Portfolio „Taunus“ wurden 40 Bilder ausgewählt und diese auf einer Station als große Leinwandbilder präsentiert. Etwa ein halbes Jahr später hatte die Pflegeleiterin Frau Post Christian zu einem persönlichen Treffen in die Klinik eingeladen. Ich hatte das Glück, ihn begleiten zu dürfen.  Wir beide waren sehr gerührt, als wir die Bilder entlang des langen Flures in der Klink sahen. Die Bilder wurden ganz sorgfältig ausgewählt. Ärzte, Pfleger, Mitarbeiter aus der Station waren bei dem Auswahl und Entscheidungsfindung mit beteiligt, sozusagen als Team. Sie alle haben genau sich überlegt: „Welches Motiv möchten wir?“; „Was würde den Patienten gefallen?“, „Wo kommt welches Bild hin?“.

Frau Post und Christian in der Wicker Klinik, sein Motiv „Kaiser-Wilhelms-Bad“ auf der Station

Frau Post und Christian in der Wicker Klinik, sein Motiv „Kaiser-Wilhelms-Bad“ auf der Station

Frau Post, die Pflegeleiterin, erzählte uns begeistert und lachend, dass die Bilder bei allen Patienten der Station etwas Wundervolles bewirken. Die Patienten bleiben oft bei den Bildern stehen und vergessen für einen Moment alles um sich herum, die Krankheit, die Beschwerden. Sie fühlen beim Betrachten der Bilder die Schönheit, das Glück, die Harmonie – all das, was jedes einzelne Bild ausstrahlt. Die Patienten und auch die Mitarbeiter unterhalten sich gerne über die Bilder, über die Motive. Christians Bilder heben sozusagen alle für einen Moment aus dem Klinik-Alltag heraus und helfen auch ein Stück weiter. Die Bilder geben den Menschen in der Klinik ein wunderschönes, positives Gefühl voller Freude und bewirken Gutes.

Christian mit seinem Bild „Schlosspark Bad Homburg“ in Wicker Klinik aus dem Portfolio Rheingau & Taunus

Christian`s Bild „Schlosspark Bad Homburg“ in der Wicker Klinik aus dem Portfolio Rheingau & Taunus

Bild „Feuerroter Ahorn im Nerotal Wiesbaden“ ausgewählt von der Wicker Klinik Bad Homburg

Bild „Feuerroter Ahorn im Nerotal Wiesbaden“ ausgewählt von der Wicker Klinik Bad Homburg

Mein Wunsch für Sie, lieber Leser:

Ich wünsche Ihnen, dass auch SIE sich auf eine wunderbare Reise einlassen. Ja, zunächst zu sich selbst, zu allen Ihren Talenten, Fähigkeiten und Begabungen – gehen Sie IHREN Weg mit Vertrauen, Liebe und Dankbarkeit. Finden Sie heraus, was Sie tief in Ihrem Herzen und in Ihrer Seele glücklich und erfüllt macht. Lassen Sie sich darauf bewusst ein. Verwandeln Sie Angst, Selbstzweifel, Selbstkritik in Liebe, innere Stärke und Vertrauen. Tun Sie aktiv das, was Ihnen gut tut, was für Sie sich gut und liebevoll anfühlt – dann sind Sie auf dem richtigen Weg.
Vielleicht ist auch die Fotografie Ihre Leidenschaft, wie auch von Christian – oder Sie erschaffen etwas, oder möchten es gerne tun. Trauen Sie sich! Suchen Sie sich Menschen, Orte aus, wo Sie hier bestärkt werden. Bitten Sie darum, dass auf Ihrem Weg all das zu Ihnen geführt wird, was SIE benötigen. Vertrauen Sie Ihren Fähigkeiten und geben Ihren Talenten in Ihrem Leben Raum! Viel Platz und Raum, und dies bitte ganz bewusst. Mit Ihrem Bewusstsein und Handeln erschaffen Sie das, was SIE sind und was SIE erleben.

Wer sich selbst verändert, der verändert auch seine Welt.

Dieses Zitat haben Sie bestimmt schon gelesen oder gehört? Es ist so wahr, auch für Sie. Ich wünsche Ihnen, dass SIE in Ihrem Leben viele wundervolle, lichtvolle Momente erleben, die Ihnen, Ihrer Seele „Flügel verleihen“. Diese Momente bleiben immer bei Ihnen und öffnen neue Türen.

Seien Sie auf diesem Weg beschützt und gestärkt!

Herzlichst, mit Liebe,
Enikö Agnes Müringer

Enikö Müringer, Inspiration Leben

Enikö Müringer, Inspiration Leben

calvendo-interview

CALVENDO-Interview

Alles begann mit einer Idee: Wie bringe ich meine eigenen Kalender auf den Markt? Genauso, wie ich diese gestalten möchte? Ein Kalender ist für mich ein Kunstwerk. Ich hatte vor, mit meinen Bilder einen Kunstwerk zu erschaffen. Aber wie? Mit wem?

Dies waren meine ersten Gedanken, als ich 2012 begann zu recherchieren und nach neuen Möglichkeiten suchte, um meinen eigenen Kalender auf den Markt zu bringen. Dann entdeckte ich CALVENDO. Ich war sofort begeistert, das Konzept des Verlages sprach mich an.

2013 veröffentlichte CALVENDO meine ersten Kalender. Es war für mich ein wunderbares Gefühl, meine Kunstwerke wurden lebendig. Aber auch heute noch, bin ich überwältigt und fasziniert, immer wieder aufs Neue, wenn ein Kalender von mir mit CALVENDO veröffentlicht wird. Seit Beginn unserer Zusammenarbeit habe ich auch viel dazu gelernt. Denn so ein Kalender-Kunstwerk entsteht in einem Prozess und ist auch zeitintensiv. Jeder Kalender ist ein Unikat. Diese überzeugten mehrfach das Publikum und die Betrachter. Aktuell sind 36 Kalender im CALVENDO-Programm veröffentlicht. Für die Kalender-Saison 2016 erschienen das erste Mal auch englischsprachige Kalender von mir im globalen Buchhandel.

Von Zeit zu Zeit stellt CALVENDO seine Autoren vor. Im November habe ich die Anfrage vom Verlag erhalten, dass sie gerne mein Porträt und meine Werke in einem Interview vorstellen möchten. Dieses Interview möchte ich Ihnen heute präsentieren.
Erfahren Sie im Interview unter anderem:

  • Wie ich zur Fotographie kam und was mich immer wieder motiviert.
  • Warum ich professioneller Landschafts-, Reise- und Natur-Fotograph wurde.
  • Was sind meine Lieblingsmotive und warum.
  • Wie finde ich die Plätze für meine Motive und die Landschaften, die ich fotografiere.
  • Welche Kanäle und Möglichkeiten nutze ich, um die CALVENDO-Kalender zu vermarkten.

Lesen sie das vollständige Interview auf der Webseite des CALVENDO-Verlags.
Viel Spaß beim Lesen und viele neue Anregungen wünsche ich Ihnen.

Christian Müringer

Blätter mit dem ersten Schnee

Zitat des Monats: Januar

Bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder unfotogenen Motiven ist es eine Kunst, nicht auf den Auslöser zu drücken!
Andreas Feininger (1906–1999)

Dieses Zitat des bedeutenden amerikanischen Fotografen Andreas Feininger stammt noch aus einer Zeit der rein analogen Fotografie – zu einer Zeit also, wo jeder Druck auf den Auslöser mindestens einen zweistelligen Centbetrag kostete und man nach spätestens 36 Bildern den Film wechseln musste. Damals war die Hemmschwelle, Bilder bei schlechtem Wetter und von durchschnittlichen Motiven zu machen noch deutlich höher als heutzutage, wo digitale Fotos uns nicht mehr kosten als Speicherplatz auf der Festplatte.

In diesem Zusammenhang habe ich mich gefragt, wie sich die Zahlen der jährlich gemachten Fotos seit Einführung der Digitalfotographie verändert haben. Hierzu habe ich im Blog von 1000memories.com eine interessante Statistik gefunden:

Geschätzte Zahl gemachter Fotos pro Jahr:
1960: 3 Milliarden
1970: 10 Mrd.
1980: 25 Mrd.
1990: 57 Mrd.
2000: 86 Mrd.
2012: 380 Mrd. (380.000.000.000)

Beeindruckene Zahlen, wie ich finde. Die Zahl der in den letzten 10 Jahren aufgenommenen Fotos hat sich in etwa vervierfacht! Pro Tag entstehen weltweit mehr als 1 Milliarde Bilder, pro Stunde 43 Millionen und jede Sekunde 12.000 Bilder.
Dies sind natürlich nur Schätzungen, denn viele Bilder wandern von den Speicherkarten auf die Festplatte des Fotografen und bleiben dort für immer unangetestet. Aber auch 300 Millionen Bilder werden laut Businessinsider jeden Tag nach Facebook hochgeladen. Das passt zu meinem Eindruck, dass Fotos heute oft in erster Linie gemacht werden, um eine Art lückenloses Foto-Protokoll seines Lebenes zu erstellen. Ein interessanter Aspekt des Zeitgeistes.

Wie aber der eigenen Bilderflut Herr werden? Ich habe mir angewöhnt, Bildersets mögichst zeitig nach der Aufnahme radikal auszusortieren und nur ca. 20-30 % der Fotos zu behalten. Die anderen Zweit- Dritt und Viert-Variationen der gleichen Motive lösche ich konsequent. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man die wirklich guten Bilder in der Masse später nicht mehr findet.

Nun aber zurück zu unserem Zitat. Zum Glück gibt es aber auch die Kombination „ungünstige Lichtverhältnisse“ und „fotogene Motive“.
Auch, wenn im Januar die Zahl der täglichen Sonnenstunden oft gegen Null tendiert, bietet uns die Natur doch trotzdem viele Motive, die einen Blick durch die Kamera und das Drücken des Auslösers wert sind.

nasse BätterAufnahmedaten: Canon EF50 mm Makro f/2.5, Blende 2.5, 1/50 sec, ISO 100

Einige der Fotos, die an solch trüben Tagen entstanden sind, gehören zu meinen Lieblingsbildern. Die Kontraste sind dann nicht so stark und man kann feine Farbabstufungen und zarte Details viel besser erkennen, als bei strahlendem Sonnenschein.

FrostbodenAufnahmedaten: Canon EF50 mm Makro f/2.5, Blende 4, 1/60 sec, ISO 100

Aufnahmedaten des Titelbildes: Panasonic Lumix, Blende 5.6, 1/400 sec, ISO 80

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Spendenaufruf an „Reporter ohne Grenzen“

Ich habe mich dafür entschieden die „schönen“ Dinge auf der Welt zu fotografieren. Aber es gibt auch Länder und Gegenden, wo es nicht strahlend und farbig zugeht, sondern Armut, Unrecht und Unterdrückung herrschen. Ich habe großen Respekt und Ehrfurcht vor den Fotoreportern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mit ihren starken Bildern den Rest der Welt darauf aufmerksam zu machen – wie ein Licht in der Dunkelheit. Dabei riskieren sie täglich ihr Leben und jedes Jahr sterben auch leider immer wieder mutige Reporter. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ setzt sich weltweit für verfolgte Reporter und Journalisten ein und prangert Verstöße gegen die Pressefreiheit an. Dabei finanziert sie sich in zu einem großen Teil über Spenden.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf die tolle Spendenaktion von Robert Kneschke hinweisen, die er jedes Jahr in seinem sehr lesenwerten Blog „Alltag eines Fotoproduzenten“ durchführt. Für jede Verlinkung auf seine Aktion spendet er 10 Euro an die Organisation „Reporter ohne Grenzen“.

Mit diesem Link – und natürlich mit meiner eigenen Spende – möchte ich diese Initiative unterstützen. Hier kann man direkt an „Reporter ohne Grenzen“ spenden.

Ich wünsche Euch eine friedliche Weihnachtszeit.